Tag Archives: Jürgen R. Weber

The triangle of Jealousy…

 

Dejaneira (Hagar Sharvit) und Chorus am Ende des 1. Teiles. Das Unheil nimmt seinen Lauf… Regie, Bühnenbild u. Kostüme: Jürgen R. Weber

Arrow of shame

© 2014 Karen Stuke

CHORUS

Jealousy! Infernal pest,

Tyrant of the human breast!

How from slightest causes bred

Dost thou lift thy hated head!

Trifles light as floating air.

Strongest proofs to thee appear!

CHORUS

Eifersuchtskrankmacherei!

Menschheitsherunterzieherin!

Kleinigkeitenaufbläherin!

Hassverstreuerin!

Nichtigkeitenvergrößerin!

Beweismittelverwechslerin!

Noch eine Kritik! Wolfgang Denker im Weserkurier…

Und das schreibt Herr Denker so in seiner Kritik:

(…) Jürgen Weber, dem der Schalk (…) im Nacken zu sitzen scheint (…) hat den Mythos des starken Helden Hercules nicht ganz ernst genommen. Seine Version des eigentlich dreistündigen Werks hat er auf zwei Stunden eingedampft und daraus eine gelungene Mischung aus antiker Tragödie, dramatischer Oper und unterhaltsamer Revue kreiert.
(…) Weber brachte das Kunststück fertig, eine ausgewogene Balance zwischen Spaß und Ernst zu halten, bei der Vermittlung von echten Emotionen auf Gags zu verzichten und somit den Ausdruck der Musik nicht zu unterlaufen.
(…)

Director vs. questions…

Your favourite colour?

Black

Your favourite meal?

Currywurst        640px-Currywurst_&_Pommes_frites

Your favourite animal? 800px-Nacktmull

Naked mole rat

Your favourite sport?

MMA

Your favourite plant?     640px-Venus_Flytrap_showing_trigger_hairs

 

Venus flytrap

 

 

Your favourite TV-show?

XENA

Because of those awesome Ladies:

Your favourite TV commercial?

Your favourite author (prose)?

 Steward Home… (real Name Kevin Llewellyn Callan) Author of “Cunt”, “Pure Mania”No Pity” and “69 Things to Do with a Dead Princess”. End of October his new book “The 9 Lives Of Ray The Cat Jones” will come out.

Your favourite piece of art?

François Boucher: Portrait présumé de Marie-Louise O’Murphy

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Your favourite lyricist?

Charles Bukowski

true story

they found him walking along the freeway
all red in
front
he had taken a rusty tin can
and cut off his sexual
machinery
as if to say --
see what you've done to
me? you might as well have the
rest.

and he put part of him
in one pocket and
part of him in
another
and that's how they found him,
walking
along.

they gave him over to the
doctors
who tried to sew the parts
back
on
but the parts were
quite contented
the way they
were.

I think sometimes of all of the good
ass
turned over to the
monsters of the
world.

maybe it was his protest against
this or
his protest
against
everything.

a one man
Freedom March
that never squeezed in
between
the concert reviews and the
baseball
scores.

God, or somebody,
bless
him.

Your favourite person in History?

Dipprasad Pun (दिपप्रसाद पुन)

Your favourite character on the opera-stage?

Tristan

Your favourite  composer?

Max Reger

Your favourite aria?

“Rachel, quand du seigneur” from the opera La Juive composed by Jacques François Élie Fromental Halévy

Your favourite piece of music?

If your life would be an opera, which composer would you wish for the future?

Steve Reich

Your chief characteristic?

Hairy

Your motto?
Wo kühn Kräfte sich regen, da rat ich offen zum Krieg! (Wagner, Walküre 2. Akt)

(For wherever forces rise boldly
there I frankly encourage warfare.)

Your main fault?
Being a dick

What is your present state of mind?
Futile Fury…

How do you want to die?
Charging, on a back of a horse… or shot by a jealous woman… or both

Your idea of misery
communism

Your idea of happiness?
Being with my kids…

Fiat lux!

Beleuchtungsprobe mit Beleuchtungsmeisterin Sofie Thyssen und Oberbeleuchter Ernst Schmidt. Während sonst rund um die Produktion der Wahnsinn tobt, hier eine ruhige Oase der konzentrierten Professionalität.

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Unsere Beleuchtungsstatisten Meike, Chris und Peter werden krass beleuchtet.

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Immer dabei: Die Füße der Assistentin Ann-Christin …

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Sofie überlegt ob sie einen Beleuchtungkörper in Bordell-Rosa oder Blut-Rot leuchten lassen will. Ernst programmiert mit dem nötigen Ernst.

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Abschied vom Regietheater (“sag leise servus…”) Teil 1

 

 

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Gute Ideen, neue ideen entstehen vor allem während des Probens. Sie kommen von den Sängern, aus dem Chor und manchmal sogar vom Regisseur. Wichtig ist die Flexibilität des Grundkonzepts. Man könnte sogar sagen, dass diese Flexibilität das Konzept sein sollte.

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Ich wurde ich einmal in Bonn nach einer Publikumsmatinee von einem älteren Herrn gefragt, was denn nun eigentlich mein Konzept sei. In welcher Zeit die Inszenierung spielt etc.  Als ich ihm erklärte, dass mein Konzept sei die Oper auf die Bühne zu bringen war er recht ungehalten und insistierte, dass ja nur das Verpflanzen in unsere oder eine der unseren nahe Zeit dem Stück Sinn geben würde .

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Wonach er suchte war ein REGIE-EINFALL. Oder der “Zugang”, “Lesart” etc. Erstaunlich ist die Vorhersehbarkeit und Langeweile, die damit erzeugt wird. Konzertante Aufführungen sind da manchmal spannender… Warum?

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Natürlich gibt es “Regie-Einfälle” und manmal sogar gute. Aber sie entstehen meistens nicht bei Kaffe und Kuchen zwischen Regisseur und Bühnenbildner, sondern in der Arbeit mit den Sängern. So wie die Figuren auch in der Arbeit mit den Sängern entstehen und nicht vorher.
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Und die spannensten Momente sind manchmal die Verweigerungen der Sänger: So wie neulich in Düsseldorf, als sich in einer ziemlich dämlichen Lohengrin- Inszenierung auf einmal im 3. Akt ein magisches Liebesduett aus der Regie-Ödnis erhob und das tatsächlich nicht von der Regie, sondern von den Sängern in vollständiger Ignorierung des “Konzeptes” selbst inszeniert worden war. Der Leser ahnt, dass das der beste Moment in der szenisch hirnrissigen Veranstaltung gewesen war.
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Das, was man in angelsächsischen Euro Trash nennt hat hier seine Wurzel. Der Einfall, der die ganze Inszenierung definiert, verortet etc. Die ungefähre Metapher… Der unscharfe Regiestrohhalm nach dem man greift…

Die vage Assoziation!

(Ende 1. Teil… der 2. folgt wahrscheinlich bald. Oder auch nicht. Mal sehen…Empfohlen sei auf jeden Fall das Zeit Interview mit Barrie Kosky, der das Ganze ziemlich cool auf den Punkt bringt)

 

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Neulich im Ballettsaal…

Ist es ein Sirtaki? Oder ein Hassapikos? (Man beachte die magische Anziehungskraft des Kaffees auf dem Klavier…)

Vielleicht ein Zeybeck?

Oder hat sich der Regisseur das etwa selber etwas ausgedacht? Viele Fragen… aber dass Barockmusik und Tanz zusammengehen wissen wir spätestens seit Ludwig dem 14.