Tag Archives: Yulia Sokolik

“Ich bin tot” Dejaneiras Tod (Version Yulia)

Yulia Sokolik rehearses shortly before the performance her death in the arm of the furies (only Marina is there).

 

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SWITCH – The new comedy with Yulia and Hagar!

Wednsday the 26th of november we rehearsed for the 3rd of december. Then Yulia Sokolik will sing and dance the roll of Dejaneira and Hagar Sharvit will perform Lychas… in the background the fantastic amazons…

 

Dejanira

It must be so! Fame speaks aloud my wrongs,

And every voice proclaims Alcides’ falsehood;

Love, jealousy and rage at once distract me!

Iole

What anxious cares untimely thus disturb

The happy consort of the son of Jove?

Dejanira

Insulting maid! I had indeed been happy,

But for the fatal lustre of thy beauty!

Dejanira

Jede Stimme in meinem Kopf nervt mich mit

fiesen Kommentaren über Hercules’ lockere Sitten…

Emotionale Fixierung, Verlustangst und Zerstörungswut

bilden in meinem Schädel einen Ringelreigen der Qual…

 

Iole

Chill mal…

Dejanira

Komm mir nicht so…

Ich wäre wesentlicher glücklicher, wenn du nicht so verdammt gut aussehen würdest!…

 

Abschied vom Regietheater (“sag leise servus…”) Teil 1

 

 

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Gute Ideen, neue ideen entstehen vor allem während des Probens. Sie kommen von den Sängern, aus dem Chor und manchmal sogar vom Regisseur. Wichtig ist die Flexibilität des Grundkonzepts. Man könnte sogar sagen, dass diese Flexibilität das Konzept sein sollte.

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Ich wurde ich einmal in Bonn nach einer Publikumsmatinee von einem älteren Herrn gefragt, was denn nun eigentlich mein Konzept sei. In welcher Zeit die Inszenierung spielt etc.  Als ich ihm erklärte, dass mein Konzept sei die Oper auf die Bühne zu bringen war er recht ungehalten und insistierte, dass ja nur das Verpflanzen in unsere oder eine der unseren nahe Zeit dem Stück Sinn geben würde .

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Wonach er suchte war ein REGIE-EINFALL. Oder der “Zugang”, “Lesart” etc. Erstaunlich ist die Vorhersehbarkeit und Langeweile, die damit erzeugt wird. Konzertante Aufführungen sind da manchmal spannender… Warum?

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Natürlich gibt es “Regie-Einfälle” und manmal sogar gute. Aber sie entstehen meistens nicht bei Kaffe und Kuchen zwischen Regisseur und Bühnenbildner, sondern in der Arbeit mit den Sängern. So wie die Figuren auch in der Arbeit mit den Sängern entstehen und nicht vorher.
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Und die spannensten Momente sind manchmal die Verweigerungen der Sänger: So wie neulich in Düsseldorf, als sich in einer ziemlich dämlichen Lohengrin- Inszenierung auf einmal im 3. Akt ein magisches Liebesduett aus der Regie-Ödnis erhob und das tatsächlich nicht von der Regie, sondern von den Sängern in vollständiger Ignorierung des “Konzeptes” selbst inszeniert worden war. Der Leser ahnt, dass das der beste Moment in der szenisch hirnrissigen Veranstaltung gewesen war.
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Das, was man in angelsächsischen Euro Trash nennt hat hier seine Wurzel. Der Einfall, der die ganze Inszenierung definiert, verortet etc. Die ungefähre Metapher… Der unscharfe Regiestrohhalm nach dem man greift…

Die vage Assoziation!

(Ende 1. Teil… der 2. folgt wahrscheinlich bald. Oder auch nicht. Mal sehen…Empfohlen sei auf jeden Fall das Zeit Interview mit Barrie Kosky, der das Ganze ziemlich cool auf den Punkt bringt)

 

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Yulia beantwortet den Fragebogen

Yulia Sokolik

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Deine Lieblingsfarbe?
Schwarz und Lila

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Dein Lieblingsessen?
Rumpsteak

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Dein Lieblingstier?
Pferde und Grosse Hunde (meine Lieblinge: Schweizer Schäferhund und Husky. Zu Hause, in Russland, habe ich einen)

Dein Lieblingssport?
Fussball (aber nur schauen) und Jogging

Deine Lieblingspflanze?
Sonnenblume

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Deine Lieblings TV Serie?
Sex and the city

Dein Lieblingsschriftsteller/Prosa?
Ich lese sehr gern und habe viele Liebligsschriftsteller. Im Moment bin ich von Erich Maria Remarque begeistert.

Dein Lieblingsgemälde?
Isaak Lewitan ”Über die ewigen Ruhe”

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Dein Lieblingslyriker?
Anna Achmatowa

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Deine Lieblingsgestalt in der Geschichte?
Coco Chanel

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Deine Lieblingsgestalt auf der Opernbühne?
Schwer…

Dein Lieblingsopernkomponist?
Rossini

Dein Lieblingsarie?
”Dopo notte” von Händel

Dein Lieblingsmusikstück?
Sergei Rachmaninow Klavierkonzert №2 с-moll

Wenn dein Leben  eine Oper wäre, welchen Komponisten würdest du dir für die Zukunft wünschen?
Keine Ahnung…

Dein Hauptcharakterzug?
Zielstrebigkeit

Dein Motto?
„Wer nicht riskiert, bekommt keinen Sekt.“

Murganheira

Dein größter Fehler?

Deine gegenwärtige Geistesverfassung?
Sie ändert sich jede Minute =)

Wie möchtest Du gern sterben?
Ich möchte nicht daran denken

Was ist für Dich das größte Unglück?
Wenn etwas schlechtes passiert mit meiner Familie und ich bin so weit weg und kann nicht helfen.

Was ist für Dich das vollkommene irdische Glück?
Menschen glücklich zu machen

 

Neulich im Ballettsaal…

Ist es ein Sirtaki? Oder ein Hassapikos? (Man beachte die magische Anziehungskraft des Kaffees auf dem Klavier…)

Vielleicht ein Zeybeck?

Oder hat sich der Regisseur das etwa selber etwas ausgedacht? Viele Fragen… aber dass Barockmusik und Tanz zusammengehen wissen wir spätestens seit Ludwig dem 14.

Proben-Tagebuch Mittwoch 1. Oktober 2014

Letzten Freitag waren zum ersten Mal auf der Bühne. Hier die Szene, wie Hercules die angeschlagenen Köpfe von König Eurytos von Oichalia und dessen Sohn dem begeisterten Volk zeigt. Im Hintergrund sieht man schon Bühnenbildelemente und die Leinwand, die für Chorauftritte wie ein Wagnervorhang aufgezogen werden kann. Links Hagar als Königin Dejaneira, Philipp als ihr Sohn Hyllos, der Regisseur und Julia als Amazone. Im Vordergrund Robin Davis am Klavier. Diese Proben sind vor allem deshalb wichtig, weil sich dabei herausstellt was funktioniert und was nicht.

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Hier ist z.B. der Streitwagen zu sehen, dessen Deichsel verkürzt werden musste um den Wendekreis zu verkleinern.

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Hier eine Chorprobe auf der Probebühne. Gemeinsames Gebet an Jupiter und Juno.

 

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Tanzprobe mit Yulia, Hagar und Philipp. “There’s No Business Like Show Business…”

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informative Informationen

Hercules

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von Georg Friedrich Händel (1685 — 1759)

Oratorium in drei Akten
Libretto — Thomas Broughton
In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Er ist einer der größten Helden der Antike, hat unmenschliche Aufgaben erfüllt, den Nemeischen Löwen getötet,

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der Hydra getrotzt

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und gar den Höllenhund Zerberus aus der Unter­welt entführt,

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und doch fällt er letztendlich der Eifersucht seiner eigenen Frau zum Opfer: Hercules.

Hercules kehrt siegreich aus dem Krieg zurück: Er hat den feindlichen König Eurytos und dessen Söhne getötet und Prinzessin Iole als Trophäe an den heimischen Hof gebracht. Hat Hercules’ Frau Dejanira auch noch kurz zuvor um das Leben ihres Gatten gebangt, gewinnt nach dessen Rückkehr schon bald ihre Eifersucht auf die junge Frau die Oberhand. Sie stellt Hercules zur Rede, bleibt aber gegenüber seinen Unschuldsbeteuerungen taub. Als Dejanira versucht, mit Hilfe des in das Blut des Zentauren Nessos

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getauchten Gewandes Hercules’ verlorene Liebe zurückzugewinnen, gibt ausgerechnet sie den Anstoß zur tödlichen Tragödie …

Als Händel

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im Jahre 1744 an seinem neuen Oratorium schreibt, ist dem gewieften Theatermann die Bühnenwirksamkeit seines Werkes sicherlich voll bewusst. Nicht umsonst nennt er es „A New Musical Drama”. Allerdings sollte es noch nahezu zwei Jahrhunderte dauern, bis das Werk den Sprung vom Konzertsaal auf die Opernbühne schaffte. Seitdem jedoch erfreut es sich großer Beliebtheit, war jetzt mit “the Rock” sogar im Kino. Und es gibt Mofas die so heißen:  9gal

Besetzung

Musikalische Leitung: Jörg Halubek
Regie, Bühne und Kostüme: Jürgen R. Weber
Dramaturgie: Steffi Turre
Hyllus                   –              Philipp Kapeller
Hercules              –              Tomasz Wija / Peter Kellner
Dejanira              –              Hagar Sharvit
Iole                        –              Valda Wilson / Nina Bernsteiner
Lichas                    –             Yulia Sokolik

Termine

SAMSTAG          25.10. 19:30 Uhr    Premiere
FREITAG             31.10. 19:30 Uhr
DIENSTAG          04.11. 19:30 Uhr
SAMSTAG           08.11. 19:30 Uhr
DONNERSTAG  13.11. 19:30 Uhr
MITTWOCH        19.11. 19:30 Uhr
MITTWOCH        03.12. 19:30 Uhr
SONNTAG           14.12. 18:00 Uhr
MITTWOCH         17.12. 19:30 Uhr
FREITAG               19.12. 19:30 Uhr
SAMSTAG             27.12. 19:30 Uhr
 MITTWOCH        07.01. 19:30 Uhr
SONNTAG            08.02. 15:00 Uhr
DONNERSTAG    30.04. 19:30 Uhr
SAMSTAG              23.05. 19:30 Uhr
FREITAG                05.06. 19:30 Uhr
SONNTAG             14.06. 18:00 Uhr